Der Brustvergrößerungseingriff gewann
große Popularität während der 80er Jahre.
Tatsächlich
betrug die Anzahl der Frauen in den USA, die eine Brustaugmentation vorgenommen
hatten im Jahr 1990, 90.000 und seither wächst die Anzahl um 30% - 40% pro Jahr.
Dasselbe geschieht auch in Europa, wo die Anzahl der Frauen, die einen
Plastischen Chirurgen zur Brustvergrößerung aufsuchen, jährlich
wächst.
Wann ist eine Frau eine Kandidatin für
diesen kosmetischen Eingriff?
Das erste
Anzeichen für einen Brustvergrösserungseingriff ist die kleine Brust
(unzureichendes Brustvolumen). Diese Hypoplasie, wie sie auch genannt wird, kann
entweder das Ergebnis einer mangelhaften Entwicklung oder eines degenerativen
Verfahrens, wie z.B. nach einer Schwangerschaft sein. Letzteres erscheint als
fallende oder ptotische
Brust (leere Brust). Die Brustvergrößerung mit einem Implantat
in der geeigneten Größe korrigiert die Mehrzahl der Fälle, sofern die Brust
nicht eine ausgeprägte Ptose 2.
oder 3. Grades aufweist, wobei hier eine Bruststraffung mit der
Brustaugmentation erforderlich ist, um zum erwünschten Ergebnis zu
kommen.
Das zweite
Anzeichen für den Eingriff ist eine Folge des ersten, da sie den psychologischen
Zustand einer jungen oder einer älteren Frau mit kleiner und unterentwickelter
Brust betrifft. Frauen die eine Brustvergrößerung vornehmen möchten, fühlen dass
ihre Brust zu klein ist und zweifeln an ihrer Weiblichkeit. Dies führt sie oft
zum Selbstbewusstseins- und Selbstachtungsmangel. Manche glauben sogar dass
diese Störung eine Barriere für ihr Liebesleben bedeutet. Beeindruckend ist wie
sich ihr Verhalten nach der Operation verändert, sowie die Beziehung zu ihrer
Umgebung und ihrem Partner.
Der Weg zum Eingriff
Betrifft:
- Das Treffen
mit dem Plastischen Chirurgen
- Die Wahl der
Größe des Implantats und der Op-Technik
- Die
Operation und
- Den
postoperativen Verlauf
1. Beim Termin
mit dem Arzt muss die gesamte Krankengeschichte erwähnt werden und der Therapeut
muss sorgfältig die Familienkrankengeschichte aufzeichnen, indem er besonderen
Wert auf Malignitätsfälle der Brust innerhalb der Familie legt. Danach folgt
eine klinische Untersuchung und eine Brustabtastung. Die Voroperative
Laboruntersuchungen (Blutbild, Gerinnungsparameter, EKG,
Röntgenaufnahme des Brustkorbs) werden vor einer ästhetischen Operation als
obliegend angesehen. Der Plastische Chirurg muss auch entscheiden, ob eine
Mammographie vor der Operation vorgenommen werden muss.
2. Viele
Methoden wurden in einem Versuch zur Schätzung der geeigneten Implatatgröße in
jedem Fall vorgeschlagen. Folgende finden innerhalb der Praxis statt und
betreffen
a. Den Einsatz
von Probeprothesen im BH der Frau bis der Plastische Chirurg und die Kandidatin sich für eine Größe entscheiden und
b. die
Volumenmessung der Brust, welche auch die vertrauenswürdigste Methode ist. Die Kombination beider Methoden gibt uns die exakte Implantatgröße vor der
Operation.
Implantatarten
Die Arten
der Implantate die im Umlauf sind, sind jene mit einer aufgerauten und jene mit
einer glatten Oberfläche. Was ihre Projektion betrifft werden sie meistens in
low, moderate und high profile - Implantaten unterschieden. Zum Schluss haben
die anatomischen (tropfchenförmige) Implantate spezielle
Indikationen.
3. Die
Operation findet entweder in Voll-, Lokalnarkose oder Dämmerschlaf (in der
Gegenwart eines Anästhesisten) statt. Die populärsten Techniken, welche die
Möglichkeit einer Brustaugmentation bieten sind jene mit dem Schnitt an der
Brustfalte, oder am Warzenvorhof
oder an der Achselhöhle. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Die Details
werden ausgiebig vor der Operation diskutiert, da jede Brustvergrößerung ein
spezieller Fall ist und als solcher behandelt werden muss. Das Implantat wird
entweder unter der Brustdrüse oder unter dem Brustmuskel eingesetzt. Jeder
Einsatz hat verschiedene Anzeichen und verschiedene Morbidität. Die Dauer der
Operation beträgt 1 bis 2 Stunden.
4. Am Ende der
Operation trägt die Frau einen leichten BH, den sie für 3-4 Wochen anbehalten
muss. Der Patient kann nach einigen Stunden oder am nächsten Morgen das
Krankenhaus verlassen, wobei der erste Bandagenwechsel stattfindet.
Komplikationen, falls welche auftauchen, werden
behandelt, während eine Kapselfibrose, die in den 80er Jahren ein Problem
darstellte, heute aufgrund der neuen Generation der Implantate seltener
vorkommt.
Die natürliche Entwicklung der Brust nach
der Operation
Die Frau
akzeptiert das Implantat schnell in ihrem Körper, während periodische
Vorsorgeuntersuchungen der Brust nicht gestört werden (Mammographie,
Ultraschall, MRT). Nach dem heutigen Medizinstand gibt es keinen direkten
Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und der Entwicklung von
Brustkrebs.
Frauen die
aber Malignitätsfälle der Brust in ihrer Familie haben müssen vor der Operation
mit einer Mammographie untersucht werden.