Samstag, 29. Dezember 2012

Brustvergrößerung - Überblick


Der Brustvergrößerungseingriff gewann große Popularität während der 80er Jahre.
Tatsächlich betrug die Anzahl der Frauen in den USA, die eine Brustaugmentation vorgenommen hatten im Jahr 1990, 90.000 und seither wächst die Anzahl um 30% - 40% pro Jahr. Dasselbe geschieht auch in Europa, wo die Anzahl der Frauen, die einen Plastischen Chirurgen zur Brustvergrößerung aufsuchen, jährlich wächst.
Wann ist eine Frau eine Kandidatin für diesen kosmetischen Eingriff?
Das erste Anzeichen für einen Brustvergrösserungseingriff ist die kleine Brust (unzureichendes Brustvolumen). Diese Hypoplasie, wie sie auch genannt wird, kann entweder das Ergebnis einer mangelhaften Entwicklung oder eines degenerativen Verfahrens, wie z.B. nach einer Schwangerschaft sein. Letzteres erscheint als fallende oder ptotische Brust (leere Brust). Die Brustvergrößerung mit einem Implantat in der geeigneten Größe korrigiert die Mehrzahl der Fälle, sofern die Brust nicht eine ausgeprägte Ptose 2. oder 3. Grades aufweist, wobei hier eine Bruststraffung mit der Brustaugmentation erforderlich ist, um zum erwünschten Ergebnis zu kommen.
Das zweite Anzeichen für den Eingriff ist eine Folge des ersten, da sie den psychologischen Zustand einer jungen oder einer älteren Frau mit kleiner und unterentwickelter Brust betrifft. Frauen die eine Brustvergrößerung vornehmen möchten, fühlen dass ihre Brust zu klein ist und zweifeln an ihrer Weiblichkeit. Dies führt sie oft zum Selbstbewusstseins- und Selbstachtungsmangel. Manche glauben sogar dass diese Störung eine Barriere für ihr Liebesleben bedeutet. Beeindruckend ist wie sich ihr Verhalten nach der Operation verändert, sowie die Beziehung zu ihrer Umgebung und ihrem Partner.
Der Weg zum Eingriff
Betrifft:
- Das Treffen mit dem Plastischen Chirurgen
- Die Wahl der Größe des Implantats und der Op-Technik
- Die Operation und
- Den postoperativen Verlauf

1.   Beim Termin mit dem Arzt muss die gesamte Krankengeschichte erwähnt werden und der Therapeut muss sorgfältig die Familienkrankengeschichte aufzeichnen, indem er besonderen Wert auf Malignitätsfälle der Brust innerhalb der Familie legt. Danach folgt eine klinische Untersuchung und eine Brustabtastung. Die Voroperative Laboruntersuchungen (Blutbild, Gerinnungsparameter, EKG, Röntgenaufnahme des Brustkorbs) werden vor einer ästhetischen Operation als obliegend angesehen. Der Plastische Chirurg muss auch entscheiden, ob eine Mammographie vor der Operation vorgenommen werden muss.
2.   Viele Methoden wurden in einem Versuch zur Schätzung der geeigneten Implatatgröße in jedem Fall vorgeschlagen. Folgende finden innerhalb der Praxis statt und betreffen

a.    Den Einsatz von Probeprothesen im BH der Frau bis der Plastische Chirurg und die Kandidatin sich für eine Größe entscheiden und
b.    die Volumenmessung der Brust, welche auch die vertrauenswürdigste Methode ist. Die Kombination beider Methoden gibt uns die exakte Implantatgröße vor der Operation.


Implantatarten
Die Arten der Implantate die im Umlauf sind, sind jene mit einer aufgerauten und jene mit einer glatten Oberfläche. Was ihre Projektion betrifft werden sie meistens in low, moderate und high profile - Implantaten unterschieden. Zum Schluss haben die anatomischen (tropfchenförmige) Implantate spezielle Indikationen.
3.    Die Operation findet entweder in Voll-, Lokalnarkose oder Dämmerschlaf (in der Gegenwart eines Anästhesisten) statt. Die populärsten Techniken, welche die Möglichkeit einer Brustaugmentation bieten sind jene mit dem Schnitt an der Brustfalte, oder am Warzenvorhof oder an der Achselhöhle. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile. Die Details werden ausgiebig vor der Operation diskutiert, da jede Brustvergrößerung ein spezieller Fall ist und als solcher behandelt werden muss. Das Implantat wird entweder unter der Brustdrüse oder unter dem Brustmuskel eingesetzt. Jeder Einsatz hat verschiedene Anzeichen und verschiedene Morbidität. Die Dauer der Operation beträgt 1 bis 2 Stunden.

4.   Am Ende der Operation trägt die Frau einen leichten BH, den sie für 3-4 Wochen anbehalten muss. Der Patient kann nach einigen Stunden oder am nächsten Morgen das Krankenhaus verlassen, wobei der erste Bandagenwechsel stattfindet. 

Komplikationen, falls welche auftauchen, werden behandelt, während eine Kapselfibrose, die in den 80er Jahren ein Problem darstellte, heute aufgrund der neuen Generation der Implantate seltener vorkommt.
Die natürliche Entwicklung der Brust nach der Operation
Die Frau akzeptiert das Implantat schnell in ihrem Körper, während periodische Vorsorgeuntersuchungen der Brust nicht gestört werden (Mammographie, Ultraschall, MRT). Nach dem heutigen Medizinstand gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Silikonimplantaten und der Entwicklung von Brustkrebs.
Frauen die aber Malignitätsfälle der Brust in ihrer Familie haben müssen vor der Operation mit einer Mammographie untersucht werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen