Donnerstag, 13. Dezember 2012

Alles was Sie über die Brustvergrößerung wissen sollten

Sollten Sie eine Brustvergrößerung vornehmen oder nicht? Informieren Sie sich über alles Wissenswerte, bevor sie sich entscheiden und auf einem OP-Tisch landen.


Wenn Ihre Brust ausgesprochen klein oder kaum vorhanden ist, haben Sie vielleicht von Zeit zu Zeit gedacht einen Ausweg mittels eines Skalpells zu finden. Sicher bringt heutzutage durch die Entwicklung der ästhetischen Chirurgie dieser Eingriff nicht die Gefahr der Vergangenheit mit sich, das heißt aber nicht dass er Ihnen keine Umstände bereiten wird.

Selbst wenn Ihre Antworten mit mathematischer Präzision in Richtung OP zeigen, versuchen Sie die Beweggründe hinter diesem Wunsch zu sehen. Wenn Sie zum Beispiel mit einem Problem großer Asymmetrie konfrontiert sind, das so stark ist, dass es sie psychologisch belastet, dann ist die Brustvergrößerung ein Weg Ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ein anatomisches Problem zu korrigieren. Wenn im Gegenteil der Beweggrund für diese Operation die Nachahmung eines Silikon-Sexsymbols aus dem Showbusinness ist, dann sollten Sie es sich vielleicht nochmal überlegen.

In jedem Fall sollten Sie bedenken, dass Entscheidungen wie diese, Bearbeitung, körperliche und psychische Reife aber auch realistische Erwartungen erfordern.

Erfahren Sie alles über die Brustvergrößerung
Sicher sind große, saftige Brüste beeindruckender, aber auch kleinere können genauso charmant sein. Wenn Sie sich jedoch selbst nach Aufzählung von Dutzenden von Gründen Ihre kleine Brust zu lieben, immer noch schlecht über Ihren Körper fühlen, finden Sie hier detaillierte Informationen über diesen Eingriff, der Ihnen das erwünschte Ergebnis schenken wird. Allerdings werden dabei auch die Brennpunkte eines solchen Eingriffes nicht übersprungen.
Brustvergrößerung, ja oder nein?
Vor der Entscheidung zu einer derartigen Operation wäre es gut, bestimmte Fragen an sich selbst zu stellen und zu versuchen objektive Antworten zu bekommen. Brauchen Sie wirklich eine größere BH-Größe, um glücklich zu sein? Existiert das Problem wirklich oder liegt alles in Ihrer Vorstellung? Ist Ihre Brust wirklich so hässlich wie Sie glauben? Möchten Sie Ihr Aussehen für sich selber oder für die Anderen ändern? Haben Sie die Sache gut durchdacht oder handelt es sich um eine Spontanentscheidung? Haben Sie realistische Erwartungen? Sind Sie zurzeit in einer Phase psychischer Belastung? (z.B. Scheidung, Tod, Kündigung).
Wie wird der Eingriff durchgeführt?
Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen ist die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten die meist verbreitete Methode. Es handelt sich um einen Operationseingriff, bei welchem der Arzt unter der Brustmuskel, oder darüber, Silikonimplantate einfügt, welche die Brust voller und größer zeigen lassen.
Die Größe und das erwünschte Ergebnis wurden natürlich vorab mit dem Arzt besprochen, während es auf gar keinen Fall eine spektakuläre Vergrößerung mit nur einem Eingriff geben kann. D.h. wenn Sie sich wünschen mehrere BH-Größen zu steigen, müssen Sie gbf. auf mehrere Eingriffe vorbereitet sein.
Um genauer zu sein, wird dieser Eingriff in Vollnarkose vorgenommen, da es sich um einen ausgesprochen feinen Eingriff handelt, während seine Dauer 1,5 bis 2 Stunden, je nach Fall, beträgt. Der Arzt hebt mit kleinen Schnitten der Haut, die Brustdrüse an und bildet “Hüllen” für die Implantate. Diese Schnitte werden meistens in der Unterbrustfalte oder am Unterrand der Brustwarze plaziert, wo auch die Silikonimplantate eingesetzt werden.
Sind die Ergebnisse sofort sichtbar?
Wie vorhin beschrieben, ist es gut realistische Erwartungen zu haben, aber auch zu wissen mit welcher Situation man konfrontiert wird. Es kann zum Beispiel sein, dass der Eingriff als ausgesprochen einfach betrachtet wird, die Ergebnisse jedoch nicht sofort sichtbar sein werden und in den ersten Monaten nach der Operation das Aussehen Ihrer Brust nicht das Beste sein wird. In der Tat, werden Sie sich vielleicht sogar müde oder unflexibel am Oberkörper fühlen.
Prellungen, eine kleine Schwellung, Unbehagen, vielleicht auch Schmerz sind normal und geben meistens allmählich nach. Für einige Tage nach der Operation wird die Brust geschwollen und empfindlich sein und es wird eventuell ein Brennen oder Jucken an den Nippeln spürbar sein, wie auch Beschwerden durch die Naht.
Diese Beschwerden, geben in den meisten Fällen allmählich nach und die Brust kehrt zur ihrer normalen Situation nach zwei bis drei Monaten zurück, aber wie bei jeder Operation, können auch in diesem Fall einige Narben bestehen bleiben. Diese befinden sich natürlich an einer Stelle, wo sie nicht leicht bemerkbar sind und verheilen meistens, niemand kann jedoch gewährleisten, dass sie komplett beseitigt werden.
Rückkehr zum Alltag
Obwohl es sich um eine Routineoperation handelt und eine Übernachtung in der Klinik meistens erforderlich ist, heißt es nicht dass sie sofort zu Ihrem Alltag zurückkehren können. Für etwa einen Monat, vielleicht auch länger, müssen Sie jede Art sportlicher Aktivität vermeiden, keine abrupten Bewegungen machen und auch nicht fahren.
Wenn Ihre Arbeit keine körperliche Anstrengung und manuelle Arbeit erfordert, werden Sie in einer Woche in der Lage sein zurückzukehren, ansonsten müssen Sie sich für zwei Wochen krankschreiben lassen und zu Hause bleiben.
Vielmehr müssen Sie für diesen Zeitraum 24 Stunden lang einen speziellen Sport-BH tragen, den Sie, so lästig er auch sein mag, nicht ausziehen dürfen.
Die meist vorkommenden Komplikationen nach einer Brustvergrößerung
Die Methode ist sicher genug, aber wie bei jeder Operation, so können auch im Fall der Brustvergrößerung verschiedene Komplikationen und postoperative Beschwerden auftreten.
Schlechte Vernarbung oder Infektion: In manchen Fällen ist eine schlechte Vernarbung der Schnitte feststellbar, oder es kann sogar eine Infektion auftreten, verursacht durch Bakterien oder niedrigen körpereigenen Abwehrkräften. Obwohl die Möglichkeit, dass so etwas passiert, ausgesprochen klein ist, kann es niemand ausschließen, falls es geschieht, wird das Problem mit Antibiotika bekämpft. In Ausnahmefällen ist die Entfernung eines Implantats und somit eine neue Operation erforderlich.
Hämatom: Die Prellungen und die Schwellung die in der ersten Zeit auftauchen, gehen meist in bis zu einem Monat komplett zurück. Allerdings kann es in manchen Fällen sein, dass es selbst nach dem Eingriff zum Platzen von Blutgefäßen kommt, die zu einem schmerzhaften Hämatom oder Ödem führen können. In den meisten Fällen werden diese von der Haut absorbiert, aber in seltenen Fällen ist ein kleiner Eingriff zur Entfernung des angesammelten Blutes erforderlich.
Kapselfibrose: Eine der häufigsten postoperativen Komplikationen war früher die “Kapselfibrose“, obwohl sie mit den heutigen Methoden weitgehend begrenzt ist. Der Organismus reagiert auf den Fremdkörper, d.h. das Silikoniplantat und umgibt es mit einer harten Hülle, der sogenannten Kapsel. In einigen Fällen ist diese Kapsel so dick, dass sie sich beim Abtasten hart anfühlt, während sie in einigen Fällen von Schmerz und Entstellung der Brust begleitet wird. Wenn die Kapsel genügend wächst, ist es gut möglich, dass sie die Hülle des Implantats zusammendrückt oder noch seltener entstellt, sodass die Entfernung und Wechsel des Implantats erforderlich ist.
Das Silikonimplantat platzt: Es handelt sich um die Angst jeder Frau, die sich eine Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten machen lassen hat. Obwohl es selten vorkommt, haben Sie vielleicht einige Geschichten über Unfälle gehört, die zum Platzen oder zum Auslauf von Silikon führen. Nachdem einige Zeit vergangen ist, kann es durch übertriebenen Druck oder intensiver sportlicher Betätigung passieren…und Sie, ob Sie wollen oder nicht, erneut zum OP-Tisch zur Behebung des Problems führen.
Details die Ihnen vielleicht entgehen...

  • Silikonimplantate halten nicht lebenslänglich. Irgendwann sind erneute Ärtztebesuche und Eingriffe, aufgrund von Komplikationen, Änderungen und Abnutzungen erforderlich.
  • Eine Überprüfungsuntersuchung empfiehlt sich einmal im Jahr, da die Silikonimplantate Brüche und Ausläufe aufweisen können und ihr Ersatz erforderlich ist.
  • Die Implantate erschweren eine Mammographie, da mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln benötigt werden, damit der Arzt ein richtiges Bild der Brust hat.
  • Eine größere Brust hängt leichter als eine kleinere Brust, bedingt durch die Gravitation und davon wird auch die Silikonbrust nicht verschont.
  • Rauchen und Brustvergrößerung passen nicht zusammen! Sollten Sie sich zu diesem Eingriff entscheiden, müssen Sie das Rauchen sowohl rechtzeitig vor der Operation einstellen, als auch während der Vernarbung der Schnitte. Andernfalls besteht für Sie die Gefahr einer Infektion oder gar einer Nekrose der Haut.
  • Nach dem Eingriff müssen die Brüste für einen großen Zeitraum, eine stabile Form und Größe, ohne besondere Schwankungen im Volumen haben.
  • Sollten Sie es danach bereuen und zu Ihre natürlichen Brustgröße zurückkehren wollen, dürfen Sie nicht erwarten dass Ihre Brust in Ihrer Ausganssituation zurückkehren wird. Die Erscheinung von Schrumpfungen und Faltungen der Haut ist durchaus möglich.
  • Wenn bei Ihnen in dieser Phase ein Kinderwunsch besteht, ist es besser die Brustvergrößerung aufzuschieben oder gar gänzlich zu vergessen.
Ratschlag:
Wenn tatsächlich anatomisch ein offensichtlich ästhetisches Problem besteht, ist die Brustvergrößerung ein Mittel um Ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Sollte allerdings der einzige Grund diesen Eingriff vorzunehmen Ihre kleine Brust sein, sollte Ihnen klar sein, dass diese Operation Ihnen das gewünschte Körperbild verschaffen kann, sie kann jedoch keine Probleme emotionaler, gesellschaftlicher oder beruflicher Natur lösen.  

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